Bildungsplan der Fachrichtungen Goldschmied, Silberschmied und Edelsteinfassen
 
 
Der Goldschmied
Die Grundbildung zum Goldschmied dauert 4 Jahre. Es ist eine duale Lehre, 1 Tag pro Woche dient dem Berufskundeunterricht mit seinen Schwerpunkten Gestalten, Edelsteinkunde und Fachkunde. Auf die ganze Lehrzeit verteilt besuchen die Auszubildenden ab dem Schuljahr 2010 / 2011 gemeinsam 18 Wochen überbetriebliche Kurse in einer dazu eingerichteten Werkstatt.
Um erfolgreich eine der raren Lehrstelle zu finden, empfiehlt es sich, vorgängig einen Schnupperkurs zu besuchen und anschliessend mit dem Schnupperbericht auf Lehrstellensuche gehen. Die meisten Lehrmeister verlangen mittlerweile die Absolvierung eines Schnupperkurses.  
 
Der Silberschmied
Die Grundbildung zum Silberschmied dauert 4 Jahre. Es ist eine duale Lehre, 1 Tag pro Woche dient dem Berufskundeunterricht mit seinen Schwerpunkten Gestalten, Edelsteinkunde und Fachkunde. Zusammen mit den Goldschmieden besuchen Silberschmiede den ersten 7-wöchigen überbetrieblichen Kurs (üK), in den nächsten drei Ausbildungsjahren kommen nochmals 2 zusammengelegte Kurse von insgesamt 4 Wochen Dauer dazu. Kursort für alle Auszubildenden ist Zürich. Im Gegensatz zum Goldschmied stellt der Silberschmied Gerät her, d.h. Gedeck, kirchliche Objekte u.ä., aber auch Schmuck. Silberschmied und Goldschmied arbeiten mit den gleichen Metallen, schwerpunktmässig verwendet der Silberschmied jedoch vor allem Silber. Die Berufsbezeichnung bezeichnet nicht die Arbeitsmaterialien des entsprechenden Berufes.  
 
Der Edelsteinfasser
Aufgabe des Edelsteinfassers ist es, in den Schmuckstücken, welche die Goldschmiede der Fachrichtungen Goldschmieden und Silberschmieden angefertigt und vorbereitet haben, die Edelsteine zu befestigen. Das Fassen von Edelsteinen verlangt viel Geduld, Konzentration und grösste Sorgfalt. Das technische ABC des Steinfassens ist schnell einmal erworben, bis jemand wirklich gut in diesem Metier ist, braucht es jedoch meistens Jahre.
Die Grundbildung zum Edelsteinfasser dauert 4 Jahre. Es ist eine duale Lehre, 1 Tag pro Woche dient dem Berufskundeunterricht mit seinen Schwerpunkten Edelsteinkunde, Fachkunde und Gestalten. Die Edelsteinfasser besuchen den ersten überbetrieblichen Grundkurs von 7 Wochen Dauer mit den Gold- und Silberschmieden, in den nächsten 3 Jahren folgen noch zwei Kurse von je 3 Wochen Dauer. Kursort für alle Auszubildenden der deutschsprachigen Schweiz ist Luzern.
 
Material und Arbeitstechnik
Die Tätigkeit des Edelsteinfassers erfolgt sitzend, an einer Werkbank, auf der sich sämtliche notwendigen Werkzeuge in Griffnähe befinden: Bohrmotor, Kittstöcke, elektrischer Fasshammer, Fräser, Feilen, Stichel, Punzen, Vergrösserungsbrille, Lupe und Mikroskop. Viele Fasser arbeiten als Selbstständigerwerbende im eigenen Atelier, andere sind in Bijouterie- oder Uhren-Fabrikationsbetrieben beschäftigt. Nach 3 Jahren Berufspraxis kann die Höher Fachprüfung abgelegt werden.
 
Der Uhrmacher
- Uhrmacher/in Praktiker/in (3jährige Ausbildung)
- Uhrmacher/in Fachrichtung Rhabillage (4jährige Ausbildung)
- Uhrmacher/in Fachrichtung Industrie (4jährige Ausbildung)
 
Uhrmacher/in Paktiker/in:
Uhrmacher Praktiker montieren mechanische und elektronische Uhren jeglicher Art, beheben allfällige Störungen und beherrschen alle nötigen Einstellungen. Sie sind in einem industriellen Betrieb oder im Fachhandel tätig, wo sie geläufige Kleinarbeiten ausführen.
Fachrichtung Rhabillage:
Uhrmacher/innen des Fachgebiets Rhabillage befassen sich mit der Reparatur und dem Unterhalt von Klein- und Grossuhren sowie mit dem Zusammenbau von Produkten der Uhrenindustrie. Sie kenne die damit verbundenen Produktionsverfahren und sind für die Qualitätssicherung zuständig.
Fachrichtung Industrie:
Uhrmacher/innen des Fachgebiets Industrie befassen sich mit der Produktion und dem Zusammenbau von mechanischen und elektronischen Uhren aller Art und Grösse. Sie führen anspruchsvolle Wartungsarbeiten aus und beteiligen sich an der Optimierung von Arbeitsabläufen in der Produktion. Sie sind vor allem in den industriellen Betrieben tätig.
Weitere Informationen: www.detail.ch
 
Der Graveur
Das Wort "gravieren" kommt vom französischen "graver" = eingraben. Aufgabe des Graveurs ist es, mit verschiedenen Meisseln, Punzen oder Sticheln im Metall Verzierungen einzugraben: 
Dies z.B.: Schriftzüge, Wappen, Ornamente, Monogramme, Bilder.
Arbeitstechnik:
Bei der Ausbildung unterscheidet man zwischen Hand- und Maschinengravur. Im Gegensatz zur Handgravur, bei der ein von Hand geführter Stichel die Schrift entstehen lässt, wird bei der Maschinengravur entweder eine rotierende Fräse oder ein Gravierdiamant eingesetzt.
Anforderungen und Arbeitsbedingungen:
Gravieren ist ein altes Kunsthandwerk, das neben guten Heraldikkenntnissen vor allem Zeichentalent, handwerkliches Geschick, Ausdauer und gutes Sehvermögen verlangt. Die Ausbildung dauert 4 Jahre. Arbeitsplatz der Graveurin, des Graveurs ist in der Regel das eigene Atelier, Auftraggeber sind Goldschmiede-, Bijouterie-, Silber- oder Uhrengeschäfte.
 
Detailhandelsfachleute
Informationen
VSGU
Postfach 258
3000 Bern 7
Tel. 031 329 20 72
Fax 031 329 20 75
Mail: info@zvsgu.ch
   
     
         

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